Wie wird die Einhaltung der Sicherheitsstandards für Handys überprüft?

Mithilfe des SAR-Messverfahrens wird überprüft, ob die Handys den zulässigen Wert einhalten. Das Messverfahren ist in der Europäischen Norm EN 50361 festgelegt. Sämtliche heute auf dem Markt erhältlichen Handys müssen diese Vorschrift einhalten. 

Das Messsystem besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes. Mit einer darin enthaltenen Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes simuliert werden. An das „Ohr“ dieses Schalenkopfes wird das zu prüfende Handy gehalten, das mit maximal möglicher Leistung sendet. Eine Messsonde ermittelt dann die Verteilung der SAR in der Flüssigkeit. Aus dieser Verteilung werden die maximalen, über 10 Gramm Gewebe gemittelten SAR-Werte berechnet und mit dem Grenzwert verglichen.

Der normgerecht angegebene SAR-Wert wird bei der maximal möglichen Sendeleistung eines Handys gemessen. Im täglichen Gebrauch ist die tatsächliche SAR während des Betriebes wesentlich geringer. Grund dafür ist die Leistungsregelung der Mobilfunknetze. Diese sorgt dafür, dass ein Mobiltelefon immer nur mit der unbedingt notwendigen Leistung sendet. Die vom Handy ausgesendete Leistung ist daher um so niedriger, je besser das Netz ausgebaut ist und je näher man sich an der Basisstation befindet.
 
Weitere Informationen und einen Kurzfilm zum SAR-Wert finden Sie hier.