Welche Bedeutung hat der Mobilfunk für den deutschen Arbeitsmarkt?

Die ITK-Branche gehört in Deutschland zu den wichtigsten Arbeitsfeldern und erweist sich als stabil wachsender Jobmotor. Mobilfunk ist dabei auch ein Impulsgeber für neue Berufsbilder: Nicht zuletzt verändern sich Arbeitsprozesse durch die Möglichkeiten der Mobilfunktechnologie.

IKT-Unternehmen sind hierzulande nach dem Maschinenbau der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber – noch vor der Automobilindustrie. Nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM waren 953.000 Beschäftigte im Jahr 2014 im ITK-Bereich tätig – 36.000 mehr als noch 2013.

Die Zahl der Beschäftigten könnte sich bis Ende 2015 nochmals deutlich erhöhen: In der halbjährlich von BITKOM Research durchgeführten Konjunkturumfrage gaben zwei Drittel der befragten Unternehmen an, im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen – allen voran Software-Unternehmen und IT-Dienstleister. Jedes zweite Unternehmen beklagt einen Fachkräftemangel in der Branche, insbesondere Softwareentwickler werden gesucht. Im Mobilfunkbereich sind dabei vor allem Kenntnisse in der Entwicklung von Apps und mobilen Webseiten gefragt.

Die ständige technologische Weiterentwicklung im Bereich der mobilen Kommunikation hat nicht nur neue Berufsbilder hervorgebracht, sondern verändert auch unsere Arbeitsprozesse: Immer mehr Beschäftige arbeiten im „mobilen Büro“ unterwegs oder zu Hause im Home Office.

Mit dem sogenannten M-Government halten mobile Anwendungen auch in öffentlichen Verwaltungen Einzug. Doch nicht nur Menschen, auch Maschinen und Geräte sind dank Funktechnologie untereinander vernetzt und tauschen Daten aus (Machine-to-Machine-Kommunikation).