Trend geht zu Handys mit niedrigem SAR-Wert

Seit 2002 erhebt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die SAR-Werte der Mobiltelefone, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Dabei ist ein Trend erkennbar: Die aktuellen Geräte weisen im Vergleich zu den Vorjahren niedrigere SAR-Werte auf. Aktuell liegt der Anteil der Handys mit niedrigem SAR-Wert laut BfS bei 55 Prozent. Als strahlungsarm bewertet das BfS Geräte, deren SAR-Wert 0,6 Watt pro Kilogramm nicht überschreitet.

Der SAR-Wert eines Handys gibt an, wie viel Sendeleistung der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnehmen kann. Dabei beträgt der gültige Grenzwert 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Handys, die in Deutschland und europaweit verkauft werden, müssen diesen SAR-Grenzwert einhalten. Meist erreichen die Geräte im Betrieb niedrigere Werte. Je kleiner der SAR-Wert, desto geringer wird das Gewebe am Kopf erwärmt.

Aufgrund der Leistungsregulierung zwischen Mobiltelefon und Basisstation treten im Betrieb zumeist niedrigere Werte auf. Befindet sich das Mobiltelefon in einem gut ausgebauten Netz mit einer hohen Dichte an Mobilfunksendeanlagen, sendet es mit erheblich geringerer Leistung als in einem Netz, das schlechter ausgebaut ist. Die Gleichung ist einfach: Wenn der Empfang gut ist, sinkt die Leistung, bei schlechtem Empfang steigt sie an. Für den Nutzer ist die Mobilfunkqualität an der Anzahl der Balken im Display gut erkennbar.

Damit die Verbraucher sich vor dem Kauf eines Smartphones oder Tablets über die Daten informieren können, bietet das BfS ebenso wie das Informationszentrum Mobilfunk eine aktuelle Übersicht über die SAR-Werte aller Geräte. Je nach Hersteller und Gerätetyp können die SAR-Werte stark variieren.