Technik

Wie ist ein Mobilfunknetz aufgebaut? Welche Technologien gibt es? Neue Anwendungen und das veränderte Nutzungsverhalten sorgen für eine hohe Dynamik. Fakten rund um die Technik, die Netzplanung und den Netzaufbau finden sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Technik

LTE steht für Long Term Evolution und stellt eine Weiterentwicklung der bestehenden Mobilfunknetze hin zu schnellerer Datenübertragung und größerer Übertragungskapazität dar. Der LTE-Standard ermöglicht Übertragungsraten von über 100 Mbit/s im Downlink (vom Netz zum Nutzer) und 50 Mbit/s im Uplink (vom Nutzer ins Netz).
Zunächst wird von dem Mobilfunkbetreiber im Rahmen seines Gesamtnetzkonzepts eine optimale Position für eine neue Basisstation berechnet. Entsprechend der von den Mobilfunkbetreibern und den kommunalen Spitzenverbänden getroffenen Vereinbarung wird den kommunalen Behörden diese Planung mitgeteilt.
Die Standortdaten für die Mobilfunkantennen werden zentral von der Bundesnetzagentur verwaltet und im Internet veröffentlicht (http://emf2.bundesnetzagentur.de/). Weitergehende Anfragen zu einzelnen Standorten beantworten deren Außenstellen.
Um mit einem Handy telefonieren oder Daten übertragen zu können, ist ein Mobilfunknetz erforderlich. Ein solches Netz ist in Funkzellen unterteilt. Jede Funkzelle wird durch eine Basisstation (= Sende- und Empfangsstation) „versorgt“. Die Zellengröße und die Zahl der Sendeanlagen sind abhängig von der Zahl der Nutzer und der angeforderten Datenrate. Eine steigende Nutzerzahl und eine höhere Datenrate erfordern ein dichteres Mobilfunknetz, d. h. mehr Basisstationen.
Nein, bis auf kurze Statusmeldungen, die dem Netz den Aufenthaltsort und Status des Gerätes mitteilen. Diese Datenpakete werden in größeren Zeitabständen oder beim Wechsel eines Rufbereiches mitgeteilt, also wenn der Mobilfunknutzer sich von einem Funkzellenbereich in einen anderen bewegt.
Durch die statische Aufladung der meist aus Kunststoff bestehenden Handyschalen könnten bei Berührung mit Metallteilen Funken entstehen, sodass brennbare Gemische oder Dämpfe entzündet werden könnten. Ebenso könnte beim Herunterfallen eines Handys der Akku herausspringen, wobei ein Funke entsteht.
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezeichnet die Fähigkeit elektrotechnischer Geräte, zufriedenstellend zu arbeiten, ohne andere Einrichtungen zu stören oder selbst gestört zu werden. Grundsätzlich sollten beim Betrieb elektrischer oder elektronischer Geräte keine anderen Geräte, also auch keine Funk- und Telekommunikationsanlagen, in ihrer Funktion gestört werden.
Handys müssen in Deutschland und Europa den SAR-Grenzwert gemäß der Europäischen Norm EN 50361 einhalten, der mit den Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierenden Strahlen (ICNIRP) übereinstimmt. Dieser SAR-Grenzwert beträgt 2 Watt pro Kilogramm (gemittelt über 10 Gramm Körpergewebe).
Mobilfunkantennen werden dort errichtet, wo noch Lücken im Funknetz vorhanden sind oder wo z. B. wegen gestiegener Nachfrage die Versorgungsqualität verbessert werden muss. Zunächst wird jeder potenzielle Standort für eine Mobilfunkantenne auf seine funktechnische Eignung überprüft.
Mobilfunkantennen müssen dort errichtet werden, wo Menschen telefonieren und mobile Datendienste nutzen wollen – also auch in Wohngebieten. Nur wenn die Basisstationen in der Nähe der Nutzer stehen, kann die Sendeleistung optimal geregelt werden.