Regeln für den richtigen Handygebrauch

Wer ein Handy in der Öffentlichkeit nutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass seine Mitmenschen damit zwangsläufig an der Kommunikation teilhaben. Aber nicht jeder schätzt es, zum unfreiwilligen Lauscher zu werden oder lautes Klingeln und Musik seiner Nachbarn in Bus, Bahn oder im Lokal zu hören. Wer mobil telefonieren möchte, sollte deshalb seine Mitmenschen respektieren und sich höflich verhalten.

Rücksicht gegenüber Mitmenschen

Stellen Sie in der Öffentlichkeit den Klingelton des Handys möglichst leise oder am besten auf Vibrationsalarm. So stören Sie niemanden in Ihrem Umfeld, wenn Sie einen Anruf erhalten. Erreicht Sie ein Anruf in einer belebten Fußgängerzone, bleiben Sie nicht mitten auf der Straße stehen, sondern treten Sie an den Rand. Sie werden sonst ungewollt zum Hindernis.

Ausschalten nicht vergessen

In vielen Krankenhäusern und an Tankstellen, aber auch in öffentlichen Gebäuden, Bibliotheken oder Theatersälen ist die Handynutzung oft untersagt. Einerseits können die Mobiltelefone in besonderen Fällen empfindliche elektronische Anlagen stören, andererseits sind laute Klingeltöne und öffentliche Privatgespräche unhöflich und lästig. Rücksichtsvolle Handynutzer respektieren die geltenden Vorschriften und schalten ihr Gerät ab.

Stellen Sie das Handy außerdem in Gebäuden und Bereichen aus, in denen Sie sich ohnehin ruhig verhalten sollten: in Kirchen, im Kino und überall dort, wo Schilder auf Ruhezonen hinweisen.

Auf die Lautstärke kommt es an

Wenn Sie in der Öffentlichkeit, in Bus und Bahn oder im Restaurant telefonieren, sollten Sie nicht zu laut sprechen, denn Ihr Sitznachbar möchte sich auf etwas Anderes konzentrieren. Wenn Sie merken, dass Ihr Handygespräch in der Öffentlichkeit andere Menschen stört, führen Sie Ihr Telefonat später weiter, halten Sie es möglichst kurz oder suchen Sie einen Ort auf, an dem Sie allein und ungestört sind.

Im Straßenverkehr nur mit Freisprechanlage

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, darf generell nicht mit dem Handy telefonieren. So schreibt es die Straßenverkehrsordnung vor. Als Ausnahme gilt, wenn der Fahrer mit einer Freisprecheinrichtung oder einem Headset telefoniert und beide Hände zum Steuern des Fahrzeugs frei hat. Diese Regelung gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer.

Moderne Bluetooth-Freisprecheinrichtungen sind praktisch, weil sie ohne Kabel mit dem Handy verbunden werden. Dennoch: Allein die Konzentration auf ein Gespräch kann dazu führen, dass man vom Verkehr abgelenkt wird. Daher ist es am sichersten, wenn Sie sich einen Parkplatz suchen und anhalten, um ihr Gespräch in Ruhe fortsetzen zu können.

Anrufumleitung auf die Mailbox ist eine Frage des Stils

Leiten Sie Anrufe auf die Mailbox um, wenn Sie vorübergehend nicht erreichbar sein möchten. Das Handyklingeln sollte nicht ernster genommen werden als der Gesprächspartner, der gerade vor Ihnen sitzt.

Störe ich?

Wenn Sie jemanden auf dem Handy anrufen, fragen Sie am Anfang des Gesprächs nach, ob Sie stören, oder bitten Sie um einen Rückruf zu einer Zeit, wenn es dem Angerufenen besser passt.

Handynutzung in Schule und Beruf

Viele Schulen haben die Nutzung von Mobilfunkgeräten in eigenen Schulregeln festgelegt. Diese sind von den Schülern zu beachten. Im Berufsalltag muss die Erreichbarkeit sorgfältig abgewogen werden. Bei Geschäftsessen und Besprechungen sowie in Konferenzen wird die Annahme von Telefonaten oder die Bearbeitung von E-Mails in der Regel als unpassend empfunden. In dringenden Fällen sollte man daher immer sofort den Raum verlassen, um andere Teilnehmer nicht zu stören.

Keine Scherze beim Notruf

Rufen Sie niemals wegen einer Lappalie die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr an. In der Zeit, in der Sie die Leitung unnötigerweise blockieren, könnte ein Leben in Gefahr geraten. Zudem kann ein solcher Anruf jederzeit identifiziert und unter Umständen auch geahndet werden – selbst bei unterdrückter Rufnummer.