Fragen & Antworten

Hier finden Sie Fragen und Antworten zu folgenden Themen:

Ist eine Verschärfung der Grenzwerte sinnvoll?

Der Gesetzgeber hat die in Deutschland geltenden Grenzwerte auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunknutzung festgelegt und dabei Stellungnahmen und Reviews von nationalen wie internationalen Expertengremien (u. a. ICNIRP, WHO, SCENHIR, SSK) berücksichtigt. Diese beobachten die internationale Forschung zum Thema Mobilfunk und Gesundheit kontinuierlich und aktualisieren ihre Bewertungen laufend.

Stand: August 2013

Wann wird die Wissenschaft nachweisen, dass Mobilfunk unschädlich ist?

Der wissenschaftliche Beweis einer Unschädlichkeit ist nicht möglich. Dies gilt auch für den – häufig von der Öffentlichkeit geforderten – Nachweis der Unschädlichkeit des Mobilfunks. Beweisen lassen sich nur tatsächliche Effekte, nicht das Nichtvorhandensein eines Effekts. 

Stand: August 2013

Warum gibt es auch andere Grenzwerte als die in Deutschland?

Die Festlegung von Grenzwerten obliegt den Regierungen der jeweiligen Staaten. Die meisten Staaten orientieren sich dabei an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP), die den aktuellen Forschungsstand laufend bewertet und daher wissenschaftlich fundierte Empfehlungen abgeben.

Stand: August 2013

Was bedeutet SAR?

Hochfrequente elektromagnetische Felder dringen wenige Millimeter bis Zentimeter in den menschlichen Körper ein. Im Gewebe wird ihre Energie absorbiert und in Wärme verwandelt. Für die Stärke der Energie, die im Körper absorbiert wird, gibt es eine Maßeinheit: Die Spezifische Absorptionsrate, abgekürzt SAR. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse (Watt/kg) ausgedrückt. Für die Stärke der elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen und Basisstationen gibt es jeweils gesetzlich festgelegte Grenzwerte, die garantieren, dass keine gesundheitliche Beeinträchtigung möglich ist.

Stand: August 2013

Wie lange darf man maximal am Tag mit dem Handy telefonieren?

Zeitliche Einschränkungen gibt es nicht, denn die gesetzlich festgelegten Grenzwerte, die auf den Grenzwertempfehlungen der unabhängigen Organisationen ICNIRP und WHO beruhen, gehen von einer Dauereinwirkung durch elektromagnetische Felder aus. Diese Grenzwerte schützen auch Kinder sowie ältere und kranke Menschen.

Stand: Oktober 2012

Wer legt die Grenzwerte fest?

In Deutschland werden die Grenzwerte für elektromagnetische Felder per Verordnung durch den Bundestag und mit Zustimmung durch den Bundesrat festgelegt. Die entsprechenden Vorlagen kommen vom Bundesumweltministerium, das sich dabei auf Empfehlungen nationaler und internationaler unabhängiger wissenschaftlicher Institutionen stützt.

Stand: August 2013

Beinhalten die Grenzwerte in Deutschland einen Vorsorgebereich?

Um gesundheitliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder auszuschließen, enthalten die Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (26. BImSchV) einen Sicherheitsfaktor von 50 gegenüber der biologischen Wirkungsschwelle. 

Stand: Oktober 2013

Stimmt es, dass Mobilfunk Krebs erzeugen kann?

Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Mobilfunk Tumorwachstum auslösen könnte. Weder konnten Wissenschaftler einen entsprechenden biologischen Mechanismen finden, noch ergaben Laborversuche überprüfbare Hinweise auf eine Zellschädigung. Auch die Mehrzahl der Beobachtungsstudien, die weltweit zum Thema durchgeführt wurden, hat keine Hinweise auf ein generell erhöhtes Krebsrisiko erbracht. Die wenigen vorliegenden Daten, die in eine andere Richtung deuten, werden von Experten kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet.

Stand: Juli 2015

Welche Grenzwerte gelten in Deutschland für elektromagnetische Felder?

Die Grenzwerte für elektromagnetische Felder von Funkanlagen sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgelegt. Bei der Festlegung der in Deutschland gültigen Grenzwerte ist der Gesetzgeber den wissenschaftlichen Empfehlungen von unabhängigen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen (SSK, WHO, ICNIRP) gefolgt.

Stand: Oktober 2013

Muss mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen gerechnet werden, wenn man in Sichtweite oder unter einer Mobilfunkantenne wohnt?

Nein. Die Sendeleistung von Mobilfunkantennen und die damit verbundenen elektromagnetischen Felder sind äußerst gering. Sie liegen für öffentlich zugängliche Bereiche immer unterhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte, sodass gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden können. 

Stand: August 2013
Stand: Januar 2014