Neue Studie zeigt Risiken des übermäßigen Medienkonsums bei Kindern

Wenn der Medienkonsum bei Kindern außer Kontrolle gerät: Die jetzt vorgestellte BLIKK-Medienstudie zeigt die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Medienkonsums für Kinder auf. Sie reichen von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Wenn der Medienkonsum bei Kind oder Eltern auffallend hoch ist, stellen Kinder- und Jugendärzte weit überdurchschnittlich entsprechende Auffälligkeiten fest.

Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten und mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit hat das Projekt „BLIKK‐Medien“ 5.573 Eltern und deren Kinder zum Umgang mit digitalen Medien befragt und gleichzeitig im Rahmen der üblichen Früherkennungsuntersuchungen die körperliche, entwicklungsneurologische und psychosoziale Verfassung umfangreich dokumentiert. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie sind: 70 % der Kinder im Kita-Alter benutzen das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich. Laut der Studie gibt es einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder. Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr finden sich vermehrt Sprachentwicklungsstörungen sowie motorische Hyperaktivität bei denjenigen, die intensiv Medien nutzen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert mehr digitale Fürsorge. Werde die digitale Medienkompetenz nicht frühzeitig erlernt, bestehe ein erhöhtes Risiko, den Umgang mit den digitalen Medien nicht kontrollieren zu können. Unter Experten ist unstrittig, dass der Umgang mit den digitalen Medien nicht verboten, sondern frühzeitig geübt werden soll.

Informationen und Tipps für Eltern gibt es hier:

https://www.schau-hin.info/

http://www.jugendschutz.net/

http://informationszentrum-mobilfunk.de/schule-und-freizeit-handynutzung-mit-verantwortung

http://informationszentrum-mobilfunk.de/sites/default/files/izmf_elternbroschuere_screen.pdf