Kampagne für mehr Verkehrssicherheit: Finger vom Handy

#FingervomHandy: So heißt die neue Aktion des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Sie soll Verkehrsteilnehmer überzeugen, sich nicht ablenken zu lassen und sich voll auf die Straße zu konzentrieren. Unterstützt wird diese Aktion unter anderem von YouTube-Star Oguz Yilmaz und Rapper Kay One. Im Mittelpunkt der Aktion steht ein emotionaler Spot für Kino und soziale Medien bzw. soziale Netzwerke.

Wie gefährlich der Blick auf das Handy während des Fahrens ist, zeigen diese Zahlen: Nur zwei Sekunden bei Tempo 50 aufs Handy zu blicken, bedeutet 28 Meter im Blindflug zurückzulegen. Bei Tempo 100 entsprechen zwei Sekunden Ablenkung sogar über 50 Meter Blindflug. Laut Europäischem Verkehrssicherheitsrat steigt das Unfallrisiko durch das Schreiben von Textnachrichten am Steuer um das 23-fache. Wer beim Fahren telefoniert, steigert das Risiko noch mehr und das Wählen während der Fahrt hebt das Risiko eines Verkehrsunfalles um das drei- bis sechsfache an.

Trotz der erkannten Gefahren durch Handynutzung im Straßenverkehr geben 61 Prozent der Pkw-Fahrer an, sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich in bestimmten Situationen das Mobiltelefon am Steuer zu nutzen; vor allem im Stau (52 Prozent) und an einer roten Ampel (30 Prozent).  Daher ist es weiter wichtig, die Verkehrsteilnehmer zu informieren und zu sensibilisieren, damit während der Fahrt die Finger vom Handy gelassen werden.

Jeder zehnte Verkehrstote ist laut einer Studie der Allianz Versicherung aus dem Jahr 2016 auf Ablenkung zurückzuführen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Handybesitzer gibt in der aktuellen Umfrage im Rahmen von „Runter vom Gas“ an, durch das Nutzen des Mobiltelefons im Straßenverkehr bereits in eine gefährliche Situation geraten zu sein; davon erlitten sieben Prozent sogar bereits einen Unfall aufgrund von Ablenkung.