JIM-Studie 2015: Praktisch jeder Jugendliche besitzt ein eigenes Smartphone

Jugendliche wachsen heute in Haushalten mit einem sehr breit gefächerten Angebot an Mediengeräten auf. Die Nutzungsoptionen werden immer konvergenter und einzelne Medieninhalte sind über verschiedene technische Verbreitungswege abrufbar. In praktisch allen Familien sind Mobiltelefone (meist Smartphones), Computer/Laptop sowie Fernseher und ein Internetzugang vorhanden. Fast jeder Zwölf- bis 19-Jährige besitzt ein eigenes Handy (98 %), bei 92 Prozent handelt es sich um ein Smartphone. Neun von zehn Jugendlichen können vom eigenen Zimmer aus mit einem Tablet, Laptop oder Computer ins Internet gehen. Etwa drei Viertel besitzen einen eigenen Laptop oder Computer (76 %).

Das eigene Mobiltelefon ist die Informationszentrale für das persönliche Netzwerk der Jugendlichen: 94 Prozent verschicken oder empfangen regelmäßig Nachrichten. In der Regel erfolgt dies über Nachrichtendienste wie WhatsApp, es werden hierbei aber auch andere Optionen wie bspw. SMS oder E-Mail erfasst. An zweiter Stelle dient das Smartphone einerseits zum Abspielen von Musik und andererseits als Onlinezugang zum Surfen im Internet (jeweils 82 %). Erst an vierter Stelle der Nutzungshäufigkeiten folgt die ursprüngliche Grundfunktion: das Telefonieren (69 %), das damit ebenso häufig gemacht wird wie das Ansehen von Videos (68 %). Knapp zwei Drittel der Handybesitzer nutzen regelmäßig Communities (64 %) wie Facebook über das mobile Endgerät.

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2015 telefonisch befragt.

Stand: Mai 2016