Gesundheit

Wie wirken sich elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Fragen und Antworten zu den Themen Grenzwerte, Forschung und Wissenschaft, SAR-Werte und die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit finden Sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit

Unter athermischen oder nicht thermischen Wirkungen versteht man mögliche biologische Wirkungen schwacher elektromagnetischer Felder, die so gering sind, dass keine Temperaturerhöhung im Körper auftritt. Die meisten Forschungsarbeiten zu Wirkungen von Funkwellen untersuchen solche athermischen Effekte. Als mögliche athermische Effekte werden beispielsweise Veränderungen des Zellstoffwechsels und der Hirnströme oder Einflüsse auf Krebserkrankungen diskutiert. Expertenkommissionen weisen aber darauf hin, dass trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen keine wissenschaftlichen Hinweise auf gesundheitsschädigende athermische Effekte unterhalb der Grenzwerte gefunden wurden.
Trotz intensiver Forschung gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis über eine Gefährdung der Gesundheit durch den Mobilfunk. Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat in ihrer Gesamtbewertung des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogrammes (DMF) von 2011 festgestellt, dass nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk zu erwarten sind, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.
Die Wirkung elektromagnetischer Felder auf den Menschen wird seit Langem intensiv erforscht. In den vergangenen Jahrzehnten sind weltweit große Forschungsprogramme zur Wirkung nicht ionisierender Strahlung – wie sie auch der Mobilfunk verwendet – durchgeführt worden.
Elektromagnetische Felder wirken in Abhängigkeit von ihrer Frequenz unterschiedlich auf den menschlichen Körper ein. Niederfrequente magnetische Felder (z. B. 50 Hertz der Stromversorgung) durchdringen den Körper fast ungehindert. Hochfrequente elektromagnetische Felder dagegen können kaum in den Körper eindringen.
Mithilfe des SAR-Messverfahrens wird überprüft, ob die Handys den zulässigen Wert einhalten. Das Messverfahren ist in der Europäischen Norm EN 50361 festgelegt. Sämtliche heute auf dem Markt erhältlichen Handys müssen diese Vorschrift einhalten.
Die in Deutschland geltenden Grenzwerte berücksichtigen den aktuellen Forschungsstand zu allen wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen elektromagnetischer Felder. Diese Erkenntnisse betreffen sowohl die thermischen als auch die athermischen (oder nicht thermischen) Effekte.
Zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder wird seit Jahrzehnten national und international intensiv geforscht, jährlich kommen weitere Forschungsergebnisse hinzu. Mit rund 16.000 Einträgen (Stand Juli 2012) bietet die Literaturdatenbank des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit an der RWTH Aachen (www.emf-portal.de) einen umfassenden Überblick über die aktuelle Forschungslage auf diesem Gebiet.
Durch die Festlegung von Grenzwerten nimmt der Gesetzgeber seine Pflichten zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsgefährdenden Auswirkungen durch elektromagnetische Felder wahr. In der „Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)“ ist festgelegt, welche Vorschriften bei der Errichtung und beim Betrieb von Funkanlagen zu beachten sind.