Gesundheit

Wie wirken sich elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Fragen und Antworten zu den Themen Grenzwerte, Forschung und Wissenschaft, SAR-Werte und die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit finden Sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit

Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Mobilfunk Tumorwachstum auslösen könnte. Weder konnten Wissenschaftler einen entsprechenden biologischen Mechanismen finden, noch ergaben Laborversuche überprüfbare Hinweise auf eine Zellschädigung. Auch die Mehrzahl der Beobachtungsstudien, die weltweit zum Thema durchgeführt wurden, hat keine Hinweise auf ein generell erhöhtes Krebsrisiko erbracht. Die wenigen vorliegenden Daten, die in eine andere Richtung deuten, werden von Experten kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet.
Um gesundheitliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder auszuschließen, enthalten die Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (26. BImSchV) einen Sicherheitsfaktor von 50 gegenüber der biologischen Wirkungsschwelle.
Nein. Die Sendeleistung von Mobilfunkantennen und die damit verbundenen elektromagnetischen Felder sind äußerst gering. Sie liegen für öffentlich zugängliche Bereiche immer unterhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte, sodass gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden können.
Die Grenzwerte für elektromagnetische Felder von Funkanlagen sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgelegt. Bei der Festlegung der in Deutschland gültigen Grenzwerte ist der Gesetzgeber den wissenschaftlichen Empfehlungen von unabhängigen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen (SSK, WHO, ICNIRP) gefolgt.
Gelegentlich geben Menschen an, auf elektromagnetische Felder empfindlich zu reagieren. Sie führen Befindlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen u. ä. auf die Wirkung dieser Felder zurück. In den vergangenen Jahren wurde durch gezielte Forschungsarbeiten untersucht, ob unterhalb der Grenzwerte ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und den geäußerten Befindlichkeitsstörungen besteht. Ein solcher Zusammenhang konnte nicht bestätigt werden.
Die Überwachung der Einhaltung der Grenzwerte obliegt den Bundesländern. Die Bundesnetzagentur kontrolliert darüber hinaus die Emissionen (= Aussendungen) von Funkanlagen. Sie erteilt für einen Funkstandort eine Standortbescheinigung, wenn für die konkrete Anlage – unter Berücksichtigung der Immissionen sämtlicher funktechnischer Anlagen im Umfeld des Standortes – die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen wurde.
Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nicht ionisierenden Strahlen. Sie veröffentlicht regelmäßig Schriften und Bewertungen zum aktuellen Forschungsstand, die meist auch im Internet abrufbar sind.
Elektromagnetische Felder werden zur Informationsübertragung schon seit mehr als hundert Jahren eingesetzt. Insofern liegen langjährige Erfahrungen über die Wirkung elektromagnetischer Felder vor.
Unter athermischen oder nicht thermischen Wirkungen versteht man mögliche biologische Wirkungen schwacher elektromagnetischer Felder, die so gering sind, dass keine Temperaturerhöhung im Körper auftritt. Die meisten Forschungsarbeiten zu Wirkungen von Funkwellen untersuchen solche athermischen Effekte. Als mögliche athermische Effekte werden beispielsweise Veränderungen des Zellstoffwechsels und der Hirnströme oder Einflüsse auf Krebserkrankungen diskutiert. Expertenkommissionen weisen aber darauf hin, dass trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen keine wissenschaftlichen Hinweise auf gesundheitsschädigende athermische Effekte unterhalb der Grenzwerte gefunden wurden.
Trotz intensiver Forschung gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis über eine Gefährdung der Gesundheit durch den Mobilfunk. Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat in ihrer Gesamtbewertung des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogrammes (DMF) von 2011 festgestellt, dass nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk zu erwarten sind, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.