Gesundheit

Wie wirken sich elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Fragen und Antworten zu den Themen Grenzwerte, Forschung und Wissenschaft, SAR-Werte und die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit finden Sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit

Macht Mobilfunk Kinder krank? Dieser Frage ist Professor Dr. N. Leitgeb vom Institut für Health Care Engineering mit Europaprüfstelle für Medizinprodukte an der Universität Graz nachgegangen. In seinem Beitrag für die „Monatsschrift Kinderheilkunde“ stellt Leitgeb den momentanen Wissenstand dar, geht aber auch auf Ängste und Vorurteile ein, die sich um Mobilfunk und elektromagnetische Strahlung allgemein ranken.
Die Bundesregierung hat bekräftigt, dass die gesetzlichen Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder „vor allen wissenschaftlich nachgewiesenen Risiken schützen“. Sie reagierte damit auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Die gesetzlich festegelegten Grenzwerte für die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks gelten unabhängig von der eingesetzten Funktechnik und daher auch für den LTE-Mobilfunkstandard. Zur Frage der Gesundheitsverträglichkeit von LTE weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darauf hin, dass die nach dem neuen Standard eingesetzten Frequenzen sehr nah bei den bisher für Mobilfunk genutzten Frequenzbändern liegen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich ihre biologischen und medizinischen Wirkungen nicht grundsätzlich unterscheiden.
Für LTE-Endgeräte gelten die gleichen Sicherheitsempfehlungen wie für die bisherige Mobilfunktechnik. Träger von Herzschrittmachern oder anderer medizinischer Implantate sollten beim Hersteller wegen der Störfestigkeit ihres Gerätes um Rat fragen.
LTE nutzt dieselbe Technik (OFDM-Technik) wie die bereits eingeführten Funktechniken DVB-T (Fernsehen), WLAN (IEEE 802.11 a,g,n), WIMAX u. a. Die zur OFDM-Technik vorliegenden Forschungsergebnisse und Erfahrungen, sowohl zum Frequenzbereich wie auch zu der zugrunde liegenden OFDM-Technik, lassen bei Einhaltung der Grenzwerte kein Gefährdungspotential durch LTE-Mobilfunkfelder erkennen. Um die Bevölkerung über mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch die neue LTE-Technik zu informieren, werden Untersuchungen an LTE-Sendeanlagen und Endgeräten durchgeführt. Erste veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass die LTE-Technik mit den vorigen Mobilfunkstandards GSM und UMTS vergleichbar ist und die Grenzwerte nach wie vor deutlich unterschritten werden.
LTE wird zunächst parallel zu den bestehenden GSM- und UMTS-Netzen aufgebaut. Dadurch wird die Gesamtimmission elektromagnetischer Felder leicht ansteigen. Erste Studien weisen jedoch darauf hin, dass die Gesamtimmission trotz dieses Anstiegs nur einen Bruchteil des Grenzwertes erreicht. Dieses Ergebnis wurde in verschiedenen Untersuchungen erbracht.
Für LTE-Endgeräte gelten die Grenzwerte und Messvorschriften der einschlägigen europäischen Produktnormen. Die Einhaltung dieser Normen wird durch die CE-Kennzeichnung bestätigt. Die Grenzwerteinhaltung ist somit für jedes mobile Endgerät, das im europäischen Markt vertrieben werden darf, sichergestellt.
Die gesundheitliche Wirkung von Mobilfunkfeldern ist inzwischen umfassend untersucht. Diese Forschungsergebnisse können auch für die Bewertung der neuen LTE-Technologie herangezogen werden. Nach Auffassung der relevanten nationalen wie internationalen Fachgremien gibt es kein gesundheitliches Risiko durch die Mobilfunktechnologie, sofern die Grenzwerte eingehalten werden. Bisher veröffentlichte Untersuchungen an LTE-Sendeanlagen des IZMF und des BfS konnten diese Einschätzung bestätigen.
Die in der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) gesetzlich festegelegten Grenzwerte für die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks gelten unabhängig von der eingesetzten Funktechnik und daher auch für den LTE-Mobilfunkstandard.
Diese Fragestellung wird von der Forschung derzeit intensiv untersucht? Bislang ist jedoch kein wissenschaftlicher Beleg erbracht worden, dass häufiges Mobiltelefonieren eine Krebserkrankung des Auges auslösen kann. Nichtsdestoweniger ist es notwendig, auf diesem Gebiet weiter zu forschen – und dies vor allem auch, um bestehenden Verunsicherungen zu begegnen.