Ein Gerät verändert die Welt

Vor 30 Jahren wurde das erste tragbare Mobiltelefon öffentlich vorgestellt

Berlin, 11. Juni 2013. Knapp 4.000 US-Dollar teuer und so schwer wie eine volle Wasserflasche – das kennzeichnete bei seiner Präsentation vor 30 Jahren im Juni 1983 den Urahn der heutigen Handys, das Motorola Dynatac 8000. Der erste Anruf erfolgte 1983 in einem amerikanischen Restaurant. Und der musste kurz sein, denn die Laufzeit des Akkus betrug nur 30 Minuten. Auch die Gesprächsgebühren waren wenig nutzerfreundlich, sodass das mobile Telefonieren wenigen Privilegierten vorbehalten war. Heute ist es für die meisten Bürger selbstverständlich. Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM aus dem Jahr 2012 nutzen allein in Deutschland knapp 90 Prozent der Bürger über 14 Jahre privat oder beruflich ein Mobiltelefon.

Mobilfunkgeschichte: Entwicklung der Funknetze und Handys
Die Geschichte des Mobilfunks reicht in Deutschland weit zurück. Das erste, zumindest in Teilen digitale Mobilfunknetz, das sogenannte C-Netz, wurde in Deutschland 1985 in Betrieb genommen. Als Nachfolger des A- und B-Netzes markierte es deutschlandweit den Übergang vom reinen Auto- zum tragbaren Mobiltelefon. A-, B- und C-Netz werden heute als Mobilfunk der ersten Generation (1G) bezeichnet.

1992 wurde der GSM-Standard (Global System for Mobile Communication) eingeführt. Die digitalen D- und E-Mobilfunknetze, zusammengefasst unter dem Begriff der zweiten Mobilfunkgeneration (2G), ermöglichten der breiten Bevölkerung Zugang zur Mobilkommunikation. Damit einher ging die Entwicklung immer kleinerer und leichterer Telefongeräte, für die sich in Deutschland schnell der Begriff „Handy“ durchsetzte. Mitte der 90er Jahre wurde der SMS-Dienst eingeführt und schnell zur meistgenutzten Handyfunktion nach der Telefonie.

Internetfähig wurden die Geräte durch die Entwicklung des UMTS-Standards, der als dritte Mobilfunkgeneration (3G) bezeichnet wird. UMTS ermöglichte erstmals die gleichzeitige Übertragung von Sprache und Daten, sodass während eines Gesprächs parallel im Internet gesurft werden konnte. Inzwischen sind Handys leistungsfähige Computer, mit denen man immer noch telefonieren kann. Mindestens in gleichem Maße werden sie aber als Fotoapparate, Zeitungen, TV, Musiksammlung, Routenplaner oder Personal Trainer benutzt. Durch diese vielseitige und stetig wachsende Nutzung werden immer mehr Daten mobil übertragen. Darauf reagiert der neue Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution), der momentan flächendeckend aufgebaut wird. Mit einer deutlich höheren Datenübertragungsrate als vorherige Übertragungstechniken steigert LTE die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze maßgeblich.

Die Meilensteine in der Geschichte des Mobilfunks in Deutschland werden in einem Animationsfilm zum Thema anschaulich dargestellt. Der Film ist unter dem folgenden Link abrufbar: www.youtube.com/watch?v=oqFEAAYw9RQ

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