Das Handy als Multimedia-Gerät: mobile Anwendungen für unterwegs

Musik, Film, Kamera, News, Mobile Learning und Gesundheitsanwendungen – Smartphones ermöglichen multimediale Anwendungen mit nur einem Gerät. 

Das Mobiltelefon ist zur Multimedia-Plattform für Information und Unterhaltung geworden. Möglich machen es immer leistungsstärkere Geräte, hochauflösende Displays und der neue Mobilfunkstandard LTE, der hohe Übertragungsraten gewährleistet.

Rundum-Unterhaltung mit dem Handy

Wo noch vor einigen Jahren der MP3-Player als Standard genutzt wurde, wird Musik heute in der Regel auf dem Handy und Tablet abgespielt und gespeichert. Wer eine geeignete App installiert, kann außerdem auf verschiedene Audio-Plattformen oder Internetradio-Programme zugreifen. 20 Millionen Deutsche nutzen nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM derzeit Audio-Streaming-Dienste aus dem Internet.

Online-Videoportale sind schon seit vielen Jahren gefragt. Mittlerweile hat auch das Fernsehprogramm Einzug auf dem Smartphone gehalten. Alle großen deutschen Sender können mittlerweile auf Mobilgeräten empfangen werden. Darüber hinaus bieten die Netzprovider mobile TV-Services an. Selbst komplette Filme lassen sich auf modernen Smartphones in hoher Qualität und ohne lästiges Ruckeln genießen.

Liebhaber von Online-Spielen müssen unterwegs nicht auf ihr Vergnügen verzichten. Wer nicht alleine spielen oder gegen den Computer antreten möchte, kann sich mit anderen Spielern per Mobilfunk zusammenschließen. 2014 betrug der Umsatz von Spiele-Apps für Mobilgeräte laut Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware 263 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 153 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Eine der beliebtesten Multimedia-Funktionen ist und bleibt die Kamera: Nahezu jeder Smartphone-Besitzer fotografiert laut einer BITKOM-Umfrage (Stand März 2015) mit seinem Mobiltelefon. Die oft sehr hochwertigen Kameras der aktuellen Handymodelle zeichnen sich durch eine hohe Auflösung sowie durch umfangreiche technische Funktionen aus. Qualitativ sind sie durchaus mit herkömmlichen Digitalkameras vergleichbar.

Mobiles Internet: Immer und überall informiert

Immer mehr Deutsche nutzen die Möglichkeit, mit ihrem Mobiltelefon oder Tablet online Informationen abzurufen oder ihren Alltag zu organisieren: Laut einer Studie der Initiative D21 stieg der Anteil in der Bevölkerung von 40 Prozent im Jahr 2013 auf 54 Prozent im Jahr 2014. Neben dem Versenden von E-Mails oder Nachrichten greifen die Befragten vor allem zum Smartphone, um Vor-Ort-Informationen einzuholen oder aktuelle Nachrichten zu verfolgen. Wer unterwegs lieber einen spannenden Roman oder Krimi lesen möchte, kann dazu entsprechende E-Book-Reader installieren. Auch im Berufsalltag möchten viele Menschen ihr mobiles Büro nicht mehr missen: Per Smartphone können sie unterwegs schnell auf E-Mails, Projektdaten oder ihren Terminkalender zugreifen oder M-Learning-Angebote nutzen.

Apps: Services nach persönlichem Geschmack

Inzwischen gibt es zu fast jeder Frage und jedem Thema eine passende App. Dadurch lässt sich das Smartphone an individuelle Bedürfnisse anpassen. Vor allem Wetter-, Organisations- und Nachrichten-Apps, aber auch Fitness- und Gesundheitsanwendungen liegen im Trend: 13 Prozent der Bundesbürger nutzen laut BITKOM bereits Medizin- oder Gesundheits-Apps; 37 Prozent der Smartphone-Nutzer können sich vorstellen, auf diesem Wege eigene Gesundheitsdaten an die Krankenkasse zu übermitteln (Stand: April 2015). Neben reinen Informations-Services reichen die Angebote vom Kalorienzähler über Blutdruck- und Pulsmesser bis hin zu Programmen, die individuelle Trainingspläne zusammenstellen.

Als Hilfsmittel kommen dabei zunehmend auch sogenannte „Wearables“ zum Einsatz – mikroelektronische Systeme, die am Körper getragen werden und dort Messwerte sammeln. Beliebt sind etwa Fitnessarmbänder, die Werte wie Herzfrequenz oder Anzahl der täglich zurückgelegten Schritte aufzeichnen und an das Smartphone übermitteln. Dort wertet eine App die Daten aus und erstellt für den Nutzer individuelle Empfehlungen. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren Smartwatches: Sie ähneln einer Armbanduhr und verfügen über ein kleines Display. Der Träger kann sie mit seinem Smartphone synchronisieren, so dass er beispielsweise eingehende Nachrichten direkt auf der Smartwatch lesen kann, anstatt das Handy aus der Tasche zu holen.