Wer legt die Grenzwerte fest?

In Deutschland werden die Grenzwerte für elektromagnetische Felder per Verordnung durch den Bundestag und mit Zustimmung durch den Bundesrat festgelegt. Die entsprechenden Vorlagen kommen vom Bundesumweltministerium, das sich dabei auf Empfehlungen nationaler und internationaler unabhängiger wissenschaftlicher Institutionen stützt. Auf nationaler Ebene ist das insbesondere die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK), die den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand bewertet und davon Grenzwertempfehlungen ableitet.

Auf internationaler Ebene bearbeitet die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP) als unabhängige Nichtregierungsorganisation die wissenschaftlichen Aspekte der Wirkungen elektromagnetischer Felder. Deren Grenzwertempfehlungen hat die SSK – genauso wie viele nationale Kommissionen anderer Länder – als Orientierung für die eigenen Empfehlungen übernommen.

 

Auch die EU-Ratsempfehlung 1999/519/EG zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern, der sich Deutschland und die meisten europäischen Länder angeschlossen haben, hat ihre Grenzwertempfehlungen von der ICNIRP übernommen. Die in Deutschland geltenden Grenzwerte stützen sich daher auf einen breiten internationalen Konsens.