OB-Barometer des Difu: Digitalisierung steht weit oben auf der Agenda

Jährlich stellt das Difu den (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern großer deutscher Städte ab 50.000 Einwohner vier Kernfragen, damit Veränderungen in den Kommunen frühzeitig erkannt und darauf reagiert werden kann. Gefragt wird nach den aktuell wichtigsten Aufgaben in der eigenen Stadt sowie den aktuellen Herausforderungen für Kommunen insgesamt. Die im Zusammenhang mit der Zuwanderung stehenden Aufgaben beschäftigen die Stadtspitzen größerer deutscher Städte auch in diesem Jahr nach wie vor sehr stark und werden sie weiterhin beschäftigen. Inzwischen ist es eine ebenso dringliche Aufgabe bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – vor allem für Städte aus dem Norden und Süden Deutschlands sowie für Großstädte.

Deutliche Trendverschiebungen zeigen sich hin zu den Themen Verkehr und neue Mobilitätsformen sowie Digitalisierung. 2016 hielten noch 36 Prozent der befragten Stadtoberhäupter Digitalisierung für eine wichtige Herausforderung, 2017 waren es schon 63 Prozent, die dieses Thema weit oben auf der Agenda sehen. Die Digitalisierung gewinnt aus Sicht der eigenen Stadt deutlich an Bedeutung. Die befragten Stadtspitzen nehmen diese Themen jetzt und auch künftig mit als größte Herausforderungen für deutsche Kommunen insgesamt wahr. Projekte und Initiativen wie der Wettbewerb „Digitale Stadt“ bringen das ebenfalls zum Ausdruck.

Das „OB-Barometer“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) ist eine seit 2015 jährlich durchgeführte Befragung. Sie wird vom Deutschen Städtetag und vom Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt.