Handyrecycling schont die Ressourcen und nützt der Umwelt

Das Recyceln von Handys hilft, die Umwelt zu schützen sowie teure und seltene Rohstoffe zu sparen. Die gebrauchten Handys müssen dazu dem Wiederverwertungskreislauf zugeführt werden. Dank innovativer Technologien können heute bis zu 80 Prozent der Rohstoffe aus Mobiltelefonen wiederverwendet werden, darunter seltene Edelmetalle wie Gold und Silber. Die fachgerechte Verwertung ist sogar in doppelter Hinsicht umweltfreundlich. Neben der Wiedergewinnung wertvoller Rohstoffe wird so verhindert, dass Handys bei der Entsorgung im Hausmüll die Umwelt mit Schadstoffen belasten.

Handys sind eine wichtige Rohstoffquelle

In jedem Althandy steckt zudem ein kleiner Schatz aus wertvollen Rohstoffen: Gold, sogenannte seltene Erden, Kupfer und Metalle wie Palladium, die aufgrund der weltweiten Verknappung immer kostbarer werden. Allein in Deutschland werden nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom rund 72 Millionen nicht mehr genutzte Handys in Schubladen aufbewahrt. Dank innovativer Technologien können heute jedoch bis zu 80 Prozent der Rohstoffe aus Mobiltelefonen wiederverwendet werden.

Die Initiative StEP (Solving the E-Waste Problem), die sich weltweit gegen die Verbreitung von Elektronikschrott vor allem in Länder der sogenannten Dritten Welt engagiert, hat errechnet, dass in einer Million Althandys rund 24 Kilo Gold, 250 Kilo Silber, neun Kilo Palladium und neun Tonnen Kupfer stecken. Zu oft noch landen diese Schätze achtlos im Abfall oder als Elektronikschrott auf Müllplätzen in Entwicklungsländern.

Forscher entwickeln immer effizienteres Recycling

Wissenschaftler an deutschen Hochschulen entwickeln immer bessere und wirtschaftlichere Methoden, um die Rohstoffe aus gebrauchten Elektronikgeräten – vor allem Handy-Akkus –zurückzugewinnen. Die Industrie ist auf solche Technologien zum Recycling von Metallen wie Nickel, Cadmium und Zink dringend angewiesen.

Führend bei der Entwicklung von Verwertungsmethoden ist die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen. Am dortigen Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling (IME) gelang es, Schmelztechniken zu entwickeln, mit denen die Metalle im industriellen Maßstab sortenrein aus Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhydridbatterien zurückgewonnen werden können. Die neuen Entwicklungen aus Aachen gelten dem Recycling von Lithium-Ionen-Akkus aus Handys, Notebooks oder MP3-Playern, aus denen sich Mangan und Kobalt gewinnen lassen.