Bundesamt für Strahlenschutz: Auf SAR-Wert achten

Pünktlich zum Start der IFA in Berlin gibt es Neuigkeiten zu 5G: Die Netzbetreiber haben erste Städte mit dem neuesten Mobilfunkstandard versorgt, Smartphone-Anbieter zeigen auf der Messe 5G-fähige Handys. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nimmt diese Messe zum Anlass, um über wissenschaftliche Erkenntnisse und Gesundheitsschutz zu informieren. Unterhalb der geltenden Grenzwerte gibt es keinen Nachweis für gesundheitliche Auswirkungen des Mobilfunks, so das BfS. Dies gelte auch für 5G. Da 5G zunächst Frequenzbereiche nutzen wird, die mit denjenigen identisch oder vergleichbar sind, die jetzt schon für Mobilfunk genutzt werden, lassen sich die vorliegenden Forschungsergebnisse weitgehend auf 5G übertragen, sagt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Gleichzeitig verweist das BfS auf die persönlichen Möglichkeiten, die elektromagnetischen Felder zu minimieren. In der Regel sei man der Strahlung des eigenen Mobiltelefons deutlich stärker ausgesetzt als der von umliegenden Mobilfunkbasisstationen. Um die eigene Belastung zu minimieren, können zum Beispiel Freisprechanlagen und Headsets genutzt werden. Darüber hinaus sollten Nutzer auf einen guten Empfang und einen niedrigen SAR-Wert von Smartphones achten. SAR steht für "Spezifische Absorptionsrate" und ist ein Maß für die vom Körpergewebe aufgenommene Hochfrequenzenergie bei der Nutzung von Mobiltelefonen.

Zum Thema Forschung bezieht das BfS ebenso Stellung: Offen sei noch die Frage, wie sich steigende Datenmengen und damit verbunden eine zunehmende Anzahl von Sendeanlagen bei gleichzeitig schnellerer Datenübertragung auf die Exposition auswirken werden. Dies erforsche das BfS derzeit. Auch wenn Details erst nach Aufbau der Netze untersucht werden können, erwartet das BfS, dass die durchschnittliche Exposition der Bevölkerung insgesamt auf einem niedrigen Niveau bleibt.

Forschungsbedarf sieht das BfS darüber hinaus bei den für die Nutzung durch 5G perspektivisch anvisierten höheren Frequenzbändern um 26 GHz und darüber. In den höheren Frequenzen findet die Absorption elektromagnetischer Felder sehr nahe an der Körperoberfläche statt, das berührt insbesondere Haut und Augen.