6. Bericht der Bundesregierung zu Mobilfunkforschung und Gesundheitsfragen

In ihrem 6. Forschungsbericht zu Emissionsminderungen und gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunktechnologie (Drucksache 18/3752) kommt die Bundesregierung zu dem Schluss, dass die geltenden Grenzwerte die Bevölkerung ausreichend von gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkfelder schützen. Vor allem durch das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF), das in den Jahren 2002 bis 2008 umgesetzt wurde, seien wesentliche Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder des Mobilfunks gewonnen worden.

Doch auch nach Abschluss des DMF fördere die Bundesregierung weiterhin gezielt die Mobilfunkforschung. Dabei stünden Fragen zu Langzeitwirkungen und zur Wirkung elektromagnetischer Felder auf Kinder, aber auch zu neuen Technologien wie LTE im Mittelpunkt. Die Bundesregierung habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Risikokommunikation durch spezifische Forschungsprojekte weiter zu verbessern. Dabei wurde sie finanziell von den Mobilfunknetzbetreibern unterstützt. Zusätzlich leiste die Regierung durch kostenlose Publikationen, Informationsveranstaltungen und umfassende Kommunikationsangebote einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung.

Der Bericht, der alle zwei Jahre erstellt wird, informiert auch über die Umsetzung der freiwilligen Mobilfunkselbstverpflichtung aus dem Jahr 2001. Auf Basis des aktuellen Mobilfunkgutachtens 2013 kommt die Bundesregierung zu dem Schluss, dass die Netzbetreiber das hohe Niveau der Informationsmaßnahmen und Abstimmungsprozesse mit den Kommunen aufrechterhalten haben, sodass die Zahl der Konflikte um Mobilfunkstandorte auf niedrigem Niveau liegt. Die Verbraucherinformation hingehen müsse noch verbessert werden. So sei der Kenntnisstand der Shop-Mitarbeiter zu gesundheitlichen Fragen des Mobilfunks ausbaufähig. Positiv bewertete die Bundesregierung, dass immer mehr strahlungsarme Mobiltelefone auf dem Markt erhältlich seien.

Datum: 
Januar 2015
Quelle: 
Bundesregierung
Stand: Januar 2015